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Taekwondo: TUS Ende triumphiert bei den Deutschen Meisterschaften

Erstellt von Ingo Graßmann | |   Taekwondo

Durch gute Leistungen bei den vorangegangenen Turnieren konnten sich 6 Kämpfer für die Deutschen Meisterschaften in Ingolstadt empfehlen. Bei den Senioren war dies neben Nadine Studtrucker auch die erst 17-jährige Anna Lena Frömming, welche als Favoritin und Titelverteidigerin ins Rennen ging. Nach einjähriger Wettkampfpause scheiterte Nadine Studtrucker erst im Halbfinale gegen die spätere Siegerin und Nationalkämpferin Katarina Weiß aus Bayern. Anna Lena Frömming, amtierende Jugendeuropameisterin, hatte sich für dieses Turnier einiges vorgenommen.

Nachdem sie im vorangegangenen Jahr als 16-jährige überraschend bei den Senioren den Titel gewann, wollte sie dieses Jahr natürlich dieses wiederholen. Ihre ersten beiden Gegnerinnen stellten Anna Lena vor keine besonderen Schwierigkeiten. Die Kämpfe hatten ehr einen Aufwärmcharakter. Im Halbfinale traf Anna Lena auf ihre Jugendnationalmannschaftskollegin Tamara Nothaft aus Bayern. In einen doch sehr einseitigen Kampf zeigte Anna Lena ihre Klasse und sicherte sich den Einzug ins Finale. Hier wartete mit Viktoria Rotenberger eine erfahrene Bundeskaderathletin auf Anna Lena. Wer nun einen ausgeglichenen spannenden Kampf erwartet hatte wurde enttäuscht. Anna Lena ging sehr konzentriert zu Werke und ließ ihrer Gegnerin nicht den Hauch einer Chance. Nach drei Runden stand es 11:0 für die Herdeckerin, die damit bereits ihre 9. Deutsche Meisterschaft erkämpfte.

Der Sonntag stand im Zeichen der Kadetten, Altersklasse 10 - 12 Jahre. Hier kämpften die Ender Nachwuchstalente des TUS Ende für die Landesauswahl von Nordrhein Westfalen. Charline Kreme, Max Merfeld, Julian Schakat und Charlotte Ruhfuß wollten es ihren Vereinskollegen vom Vortag gleichtun und ebenfalls Siegeslorbeeren erkämpfen. Max Merfeld verlor leider unglücklich durch zwei Zweifelhafte gewertete Kopftreffer mit 4:6. Max zeigte Kampfmoral und versuchte alles um das Ergebnis noch zu seinen Gunsten zu drehen.

Charline Kremer hingegen erwischt einen besseren Start und konnte ihre ersten beiden Kämpfe souverän Gewinnen. Im Halbfinale lief sie in zwei Konter ihrer Gegnerin den daraus entstandenen Rückstand konnte Charline nicht mehr ausgleichen. Somit nur Platz 3. Julian Schakat startete gleich mit einem KO ins Turnier. Den ersten Gegner konnte Julian mit einen gezielten Neryo Chagi zur Aufgabe zwingen. Auch den zweiten Kampf konnte Julian für sich entscheiden und stand somit im Halbfinale. Im Halbfinale zeigte Julian Nerven und konnte nicht an den Leistungen der Vorkämpfe anknüpfen. Julian verlor Knapp gegen den späteren Sieger aus Bayern. Hier wäre mehr drin gewesen.

Charlotte Ruhfuß, jüngste Starterin im Feld, hatte es auf ihrer Poolseite mit den erfahrensten Kämpferinnen in ihrer Gewichtsklasse zu tun. Schon im ersten Kampf musste Charlotte ihr ganzes Können unter Beweis stellen um Zehra Güngor in die Schranken zu weisen. Am Ende konnte Charlotte den Kampf mit 1:0 für sich entscheiden. Im Halbfinale traf die Herdeckerin auf Ela Aydin aus Bayern, eine Kämpferin die schon auf internationalen Turnieren ihr Können unter Beweis gestellt hat. Der Kampf ging in die Verlängerung wo Charlotte nervenstark den entscheidenden Punkt setzen konnte. Somit stand Charlotte bei ihrer ersten deutschen Meisterschaft im Finale. Die Finalpaarung lautete Charlotte Ruhfuß gegen Ioana Andreopoulou, eine Kaderkollegen aus NRW. Beide Kämpferinnen kennen sich aus zahlreichen Trainingseinheiten und jeder kennt die Stärken und Schwächen seines gegenüber. Die beiden zeigten einen äußerst taktisch geprägten Kampf, keiner der Beiden wollte die erste sein die einen Fehler macht. Quasi mit dem Schlussgong fasste sich Ionna ein Herz und überrascht Charlotte mit einem Angriff zum Kopf und konnte 3 Punkte erzielen. Sichtlich enttäuscht konnte sich Charlotte erst nach Stunden über ihren ersten Vizetitel bei den Deutschen Meisterschaften freuen.

Mit den gezeigten Leistungen zeigte sich Trainer Ingo Graßmann mehr als zufrieden.

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