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Großer Sieg auf dem Weg zur Junioren-WM

|   Taekwondo

Jugend-Europameisterin wurde Anna-Lena Frömming im letzten Herbst, in diesem Jahr ist die Nachwuchs-Weltmeisterschaft in Ägypten das große Ziel. Der Start in die Saison gelang der jungen Taekwondo-Kämpferin vom TuS Ende glänzend: Nach dem mühelosen Sieg bei den deutschen A-Jugendmeisterschaften gewann die 16-Jährige nun in Schweden die Trelleborg Open bei den Seniorinnen - und das gegen Weltklasse-Konkurrenz.

An Trelleborg hatten beide Finalgegnerinnen der 57-kg-Klasse gute Erinnerungen. Anna-Lena Frömming hatte in der südlichsten Stadt Schwedens als Europameisterschafts-Dritte 2009 ihren ersten internationalen Erfolg gefeiert, Bat-El Gatterer aus Israel trat bei den Trelleborg Open als Titelverteidigerin an. Und als an Nummer eins gesetzte Favoritin bei dem A-Klasse-Turnier von Taekwondo-Weltverbands, immerhin ist sie amtierende Europameisterin - bei den Frauen. Doch diesmal musste sich die Olympia-Teilnehmerin von Peking dem aufstrebenden Talent aus Herdecke im Endkampf geschlagen geben, mit 2:1 siegte Frömming gegen Gatterer.

„Ich bin auf dem richtigen Weg“, freute sich Anna-Lena Frömming nach ihrem zweiten internationalen Erfolg bei den Frauen eine Woche vor ihrem 17. Geburtstag. Zuvor hatte sie im Herbst bereits bei den Kroatien Open in Zagreb kurz nach ihrem Jugend-EM-Triumph auf Zypern gesiegt. In Trelleborg war die Herdeckerin an Position drei gesetzt, startete mit einem 5:1-Erfolg gegen die Schwedin Magdalena Fernlund und einem 7:1 gegen Daria Zhuravleva aus Russland. Knapper wurde es beim 1:0-Halbfinalsieg gegen die an zwei gesetzte Thailänderin Worawong Pongpanit, ehe sie auch den Endkampf gewann. Und mit ihrer Goldmedaille maßgeblich zu Platz eins des deutschen Nationalteams in der Gesamtwertung vor Mexico beitrug.

Für die Taekwondo-Kämpferin des TuS Ende war es der erste ernsthafte Wettbewerb des Jahres, nachdem vor Wochenfrist bei den deutschen A-Jugendmeisterschaften in Bielefeld die Gegnerinnen in Halbfinale und Endkampf - wohl beeindruckt vom aggressiven Kampfstil der Herdeckerin - gar nicht erst angetreten waren. „Das war nicht ganz so wichtig“, schätzt die Schülerin des Herdecker Friedrich-Harkort-Gymnasiums den achten nationalen Titel deshalb realistisch ein. Etwas schwerer dürfte es in zwei Wochen bei den „richtigen“ deutschen Meisterschaften in Ingolstadt werden, aber auch bei den Frauen ist Anna-Lena Frömming Titelverteidigerin.

Nach Ingolstadt gilt die Konzentration dann wieder der Jugendklasse - zum letzten Mal. Bei den German Open Anfang März in Hamburg stellt sie sich der Konkurrenz ihrer Altersklasse, denn das große Saisonziel ist einen Monat später die Junioren-Weltmeisterschaft im ägyptischen Sharm El Sheikh (4.-8. April). Ein vorderer Platz erscheint für Anna-Lena Frömming auch dort nicht abwegig. „Ich bin da schon ein bisschen Mit-Favoritin“, weiß die Jugend-Europameisterin.

Quelle: www.derwesten.de

Text: Axel Gaiser

Foto: Peter Bolz

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