Taekwondo: Großartiger Erfolg bei EM und Beach-EM
Logo SportProGesundheit

Im Februar diesen Jahres sicherten sich die Freundinnen und Vereinskolleginnen Mia Merfeld und Emily Nitsche gemeinsam mit ihrer Synchronteampartnerin Aranka Palfi aus Bayern über eine Direktqualifikation beim "Presidents Cup" einen Startplatz für die diesjährige Europameisterschaft. Dies gelang den beiden vor drei Jahren schon einmal. Da aber die EM im jährlichen Wechsel mit der WM ausgetragen wird, stand Emily der damalige Klassenwechsel im Wege und Mia fuhr in 2017 in anderer Teamkonstellation den grandiosen Vizemeistertiel ein. Umso mehr freuten sich die beiden über die erneute gemeinsame Chance. Klaus Kremer hatte sich ebenfalls über den "Presidents Cup" im Einzel der Herren von 61 bis 65 Jahren qualifiziert.

Mit den Trainern Anna-Lotta Merfeld und Fabian Haas folgte also eine intensive Vorbereitungszeit und eine aufregende Reise zur "Euro", Bestens eingekleidet und gesponsert von "Intersport Guevenc aus Witten"!

Kämpfer aus ganz Europa folgten der Einladung der World Taekwondo Europe (WTE) zur Europameisterschaft im April in die Türkei. In der doch zu klein geratenen Sporthalle in Kemer/Antalya war drei Tage lang eine unglaubliche Wettkampfstimmung mit sehr viel Fairness unter den 28 verschiedenen Nationen. Bei höchstem Niveau wurden von früh morgens bis spät abends die Wettkämpfe ausgetragen.

Insgesamt elf Teams standen sich in der Klasse 15 bis 17 Jahre gegenüber. Mit Startplatz vier und dem bis dahin besten Ergebnis war direkt klar, dass das deutsche Trio den Einzug der besten acht Teams ins Finale geschafft hatte. Das Finale wurde in umgekehrte Reihenfolge zum Ranking gestartet. Spannend bis zum Schluß wurden die Treppchenplätze mit Hunderstel-Punkten Unterschied vergeben. Glücklich über die Bronzemedaille und einer Siegerehrung mit Nationalhymne war das erste Ziel dieser Reise schon mehr als erreicht.

Ob jung oder "alt" - die Teilnahme an einer Europmeisterschaft ist wohl in jedem Alter eine beeindruckende Erfahrung. So freute sich auch Klaus Kremer es bis hierher geschafft zu haben. Auch hier war völlig unberechenbar auf welche Gegner man im Finale treffen würde. Zufrieden mit seiner Leistung unter harter Konkurrenz erreichte Klaus Platz acht auf dieser Europameisterschaft.

Nach drei Tagen Erholung stand das nächste Event auf dem Programm. Die "1. European Beach Championship" wurde auf Grund des schlechten Wetters ebenfalls in die Halle verlegt. Die Herausforderung lag hier nicht unbedingt in der gelockerten "Kleiderordnung", sondern eher in dem anderem Bewertungssystem. Hier ging es im einfachen K.O.-System um Sieg und Niederlage. So gingen je zwei Teams gleichzeitig nebeneinander auf die Fläche und die fünf Kampfrichter entschieden durch Anzeigen ihrer Flagge über das Weiterkommen des jeweiligen Siegers. Acht Nationen schicken hier ihre besten Teams an den Start. Im finalen Kampf standen sich dann zwei Favoriten gegenüber. Der knappe Sieg ging nach Dänemark und Deutschland freut sich mit Mia, Emily und Aranka über den Vizemeistertitel.

Mia startete ebenfalls im Einzel. In der mit 28 Teilnehmern stark besetzen Gruppe, konnte sie ihr erstes Battle gewinnen und traf dann auf die spätere Siegerin aus Dänemark. Glücklich, sich trotzdem sehr gut präsentiert zu haben, war der Einzelwettbewerb dann für sie zu Ende.

 

V.l.n.r.: Fabian Haas, Emily Nitsche, Aranka Palfi, Mia Merfeld, Anna-Lotta Merfeld