Was ist Aikido?

Seit Mitte des vorigen Jahrhunderts wird unter diesem Namen eine rein defensive Kampfkunst gelehrt und geübt, die von Meister ( O'Sensei ) Morihei Ueshiba als Synthese aus verschiedenen Budo-Arten entwickelt wurde.

Aikido ist eine harmonische, gewaltlose Form der Kampfkunst und ein Weg zur Entfaltung der Lebensenergie.

Der Verteidiger nimmt die auf ihn einwirkende Angriffsenergie auf und lenkt sie kreis- oder spiralförmig um, bricht dadurch das Gleichgewicht des Angreifers, während er selbst als Zentrum der Kreisbewegung sehr stabil steht. Die Technik wird mit einem Wurf oder Haltegriff am Boden beendet.

Auf diese Weise richtet sich die Angriffsenergie gegen den Angreifer selbst, wodurch auch körperlich Schwächere in der Lage sind, größere und stärkere Gegner abzuwehren. Deshalb ist Aikido gleichermaßen für Männer und Frauen geeignet und wird sowohl von 6-jährigen als auch von 80-jährigen aktiv geübt.

Aber Aikido ist noch mehr als nur Selbstverteidigung. Es ist Körper- und Geistesschulung. Der wirkliche Kampf findet nur gegen sich selbst statt. Die eigenen Charakterschwächen gilt es zu bekämpfen. Respekt und Nächstenliebe zu entwickeln auch und gerade gegenüber einem feindlich eingestellten Menschen. Rache und Aggression zu kontrollieren. Wachsamkeit und Offenheit zu entwickeln. Deshalb gehören zu jedem Training nicht nur Gymnastik, Dehnübungen und Verteidigungstechniken, sondern auch Meditation und Atemübungen. Jeder kann jederzeit mit Aikido beginnen. Man bestimmt selbst das Tempo und die Grenzen seines Trainings. Geübt wird in gemischten Gruppen, d. h. Anfänger und Fortgeschrittene üben gemeinsam, denn jeder kann immer vom anderen lernen.